1/12

Hans G. Stamm
Mensch unter Menschen,

persönlicher Berater, systemischer Coach, Kommunikations- und Resilienztrainer

geboren im Februar 1965 in Hilden/Rhld.,

geschieden, eine erwachsende Tochter

 

persönliche Interessen:

Theater, Schauspiel, Dichtung, Schreiben, Musik, Wandern, Kochen, Psychologie

Ehrenamt:

2 Prüfungskomissionen der IHK Karlsruhe

früher mal...

  • Führungskraft

  • Vertriebscoach; Kommunikationstrainer
    Beratung, Verhandlung und Verkauf

  • Versicherungsfachwirt, Personenversicherung
    biometrische Risiken, Krankheit, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit

und außerdem...

  • Dichter "Reimund Vers"

  • Theaterautor

    • "Der Weinberg​ des Grauens" 

  • Schauspieler

    • "Wahnsinnlichkeit​" (Regie Robert Linz)

    • "Der Weinberg des Grauens" (Regie David Köhne)

30 Jahre Beratungspraxis

Seit Abschluss meiner ersten Ausbildung, sind mehr als 30 Jahre vergangen. Als mir diese Tatsache kürzlich auffiel, zählte ich noch ein paar andere Dinge nach und rechnete überschlägig. Fast kommt es mir selbst wie eine Übertreibung vor, doch ich rundete bei allen Schätzungen eher großzügig ab. Das Ergebnis überraschte mich. Ein Haufen Zeug in einem Haufen Zeit, dachte ich bei mir. Drei Jahrzehnte, angefüllt mit rund 60.000 Arbeitsstunden. Davon 11 Jahre mit Führungs- und Umsatzverantwortung. Nie kam es mir wie Arbeit vor. Die Jahre vergingen wie im Fluge. 16.000 Stunden Weiterbildung, die mich nie quälten und größtenteils in der Freizeit stattfanden. Bis heute habe ich Freude an beidem. Kleine Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Doch die wichtigste Erkenntnis ist, dass ich die meiste Zeit über tat, was mir Spaß macht. In unterschiedlichen Rollen und Aufgabenstellungen komme ich allein auf über 34.000 Stunden Coaching , Training oder Beratung. Und ich habe noch immer nicht genug davon. 

Expertisen | Qualifikationen | Selbststudium | Selbsterfahrung

Coaching, Beratung, Mentaltraining​s

Selbsterfahrung und Fortbildung 

  • Studium der Psychologie

​       FernUniversität in Hagen

  • PERSONALITY PROFILER© Trainer/Coach
    Lüneburg Institute for Corporate Learning, LINC GmbH

  • Resilienztrainer

        Resilienztraining für Studierende der Medizin, Ärzte
        und Gesundheitsfachpersonal, PD Dr. Jan Kiesewetter, München

  • Systemischer Coach & Berater (CTAS/ISO/ICI)
    nach dem St.Galler Coaching Modell (SCM)®

        CoachTrainerAkademieSchweiz, St. Gallen        

  • Grundlagen Introvision nach Prof. Dr. A. C. Wagner
    (Wissenschaftliches Gelassenheitstraining
    zur Auflösung innerer Konflikte)

    Uwe Riebling, Dortmund, www.gelassenheitstraining.com

  • Values Oriented Leadership Training™
    by Otto Richter, Berlin

  • Summer Quest - Mentaltrainings
    by Otto Richter, HUMAN HOLOGRAPHICS®

  • TaKeTiNa Rhythmus-Pädagogik
    Workshop v. Katharina Lindner, Christiane Meisenberg, Freiburg

  • Supervision u. psychotherapeutische Begleitung
    Anke Wustmann, Freiburg 

  • TaKeTiNa Rhythmus-Pädagogik
    Workshop v. Katharina Lindner, Christiane Meisenberg, Freiburg 

  • psychosomatisch-psychotherapeutische Klinikerfahrung
    Parkklinik Heiligenfeld, Bad Kissingen

  • eigene Burnout Erfahrung

  • Trainer/Dozenten-Fortbildung

        Going Public! Akademie für Finanzberatung AG

  • Selbständige Tätigkeit seit 2000

  • eigene Coaching- und Beratungspraxis seit 1995

Autodidaktische Bildung und lebenslanges Selbststudium

  • Resilienztraining für Ärzte u. Gesundheitspersonal
    Trainingsmanual von PD Dr. Jan Kiesewetter, Bria Dimke, München 

  • Coaching mit Ressourcenaktivierung
    Miriam Deubner-Böhme, Uta Deppe-Schmitz

  • Ein Kurs im Wundern 
    Greuthof Verlag

  • Human Hologram 1-7
    Otto Richter, Paramverlag

  • MBSR- Yoga - Stressbewältigung durch Achtsamkeit
    Jon Kabat-Zinn

  • Leben ist Bewegung - 5 Rhythmen
    Gabrielle Roth, Verlag Heyne Millenium

  • Veränderungscoaching
    Martina Schmidt-Tanger

  • Ich bin bist ok - Du bist o.k. 
    Amy Bjork + Thomas A. Harris, Sachbuch RoRoRo Verlag

  • Einmal o.k. - immer o.k.
    Amy Bjork + Thomas A. Harris, Sachbuch RoRoRo Verlag

  • Miteinander Reden I-III + Fragen und Antworten
    Friedmann-Schulz von Thun, Sachbuch RoRoRo Verlag

  • u.v.a.

Kooperationen | Projekte

Berchtold Consulting GmbH, Köln

  • Kommunikationswerkstatt für Führungskräfte

  • Workshops für Beschwerdemanagement und Kommunikation mit schwierigen Kunden

  • Schreibwerkstatt "Kundenorientiertes Schreiben"

Verte Akademie, Freiburg 

  • Einzel- und Gruppencoachings (Präsenz + Online)

    • Bewerben und Vorstellen

    • beruflichen Orientierung

    • Stärkung und Aktivierung

    • spezielle Kommunikations- und Bewerbungstrainings "Selbstvermarktung für Führungskräfte und Akademiker"

    • Kommunikation für zusätzliche Betreuungskräfte
      n. § 43b SBG XI

GFN AG, Heidelberg

  • Einzelcoachings für Arbeitsuchende:

    • berufliche Orientierung

    • Gesundheitscoaching

Theater |Schauspiel

Kooperationen | Projekte

  • Selbstvermarktung für Schauspielschüler
    Schaupielschule Freiburg

Selbsterfahrung und Fortbildung 

  • "Der Weinberg des Grauens" Satire
    by Reimund Vers, Regie David Köhne, Staufen 

  • Schauspieltraining  Summer Quest
    by Glenn Giera-Bay, Theateratelier Freiburg, 

  • "Wahnsinnlichkeit​" - Episodenstück
    by Robert Linz, Theateratelier Freiburg, 

  • Schauspieltraining "intensiv"
    by Robert Linz, Theateratelier Freiburg, 

Autodidaktische Bildung und lebenslanges Selbststudium

  • Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle
    Stanislawski, Henschelverlag 1986

  • Die Arbeit des Schauspielers an sich selbst I-II
    Stanislawski, Henschelverlag 1986

  • Grundlagen und Techniken der Schreibkunst
    Otto Schumann (Hrsg.), Nikol Verlag 2010

  • u.v.a.

Versicherung, Führung, Vertrieb

  • Training für Führungskräfte
    Akademie eines namhaften Unternehmens, Nürnberg 

  • Trainer Kommunikation in Beratung u. Verkauf

  • Akademie eines namhaften Unternehmens, Nürnberg 

  • Versicherungsfachwirt, IHK Düsseldorf 

  • namhaftes Unternehmen

  • Versicherungskaufmann
    namhaftes Unternehmen, IHK Düsseldorf 

Man beschreibt mich als flexibel, selbständig, kreativ, verantwortungsbewusst, kommunikativ, konfliktfähig, intuitiv und initiativ. Meine Kommunikationsweise ist wertschätzend, offen und ehrlich. Ich bin in mancher Hinsicht Autodidakt und oftmals inspirierter Enthusiast. Man sagt, dass ich gut erspüren kann, ob Menschen zueinander passen. Dennoch bin ich ein großer Anhänger und Verfechter wissenschaftlich fundierter, valide evaluierter Methoden, die in der Praxis hilfreich einsetzbar sind. Wie zum Beispiel der LPP PERSONALITY PROFILER© auf Grundlage des BIG-FIVE-Modells und das werteorientierte systemische Coaching nach dem St.Galler Coaching Modell (SCM)®, die ich in meiner Praxis miteinander kombiniere.

Mit und völlig ohne Tschakaaaaa!

Wer möchte, kann im folgenden Kapitel mehr Persönliches über mich in Erfahrung bringen. Kein Lebenslauf ist eine gerade aufsteigende Linie. Meistens geht es auf und ab. Hier beschreibe ich einige meiner Lebensabschnitte, die mir persönlich wie eine Achterbahnfahrt vorkamen. Wem das zu viel wird, dem empfehle ich, oben im Menü nach interessanteren Themen zu suchen.

 

Seit 1989 berate ich hauptberuflich andere Menschen. Noch heute, nach 30 Jahren mit unzähligen Einzel- und Gruppenberatungen, -coachings und -trainings, lerne ich täglich dazu. Erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen gebe ich mit Freude an andere weiter. Und so ist alles gekommen:

#Aufstieg

Während meiner Ausbildung und dem Abendstudium zum Versicherungsfachwirt war ich einige Jahre als Kundenberater tätig. Als meine Tochter das Licht der Welt erblickte, war ich achtundzwanzig und ich erlebte die größte und schönste Erfahrung, die ich bis dahin gemacht hatte. Die Erinnerung daran erfüllt mich mit Glück und Dankbarkeit. Damals begriff dieses Ereignis auch als Aufforderung, einen Karriereschritt zu wagen. Schon bald übernahm ich die Leitung einer Organisation aus angestellten und selbständigen Versicherungsvertretern. Plötzlich fand mich in ersten Bewerbungsgesprächen auf der anderen Seite des Schreibtisches wieder. Ich wurde wurde festes Mitglied des Beobachterteams in den Assessment-Centern des Konzerns und begann, Versicherungskaufleute und Kundenberater auszubilden und auf die Prüfungen des Berufsverbandes und der Industrie- und Handelskammer vorzubereiten. Währenddessen absolvierte ich selbst eine zweijährige Führungskräfteausbildung.

 

1995 ermöglichte mir mein Arbeitgeber eine Ausbildung zum Trainer für Verkaufs- und Beratungskommunikation. Von da an hielt ich Workshops anstelle angestaubter Teambesprechungen ab. "Er ließ keine Gelegenheit aus, sich fortzubilden." So schreibt das Versicherungsunternehmen im Arbeitszeugnis über mich. Tatsächlich ließ ich kein Seminarangebot über Kommunikation, Rhetorik, NLP usw. aus. Ich besuchte Workshops bekannter Verkaufstrainer oder holte mir deren Bücher und Videos.

Tschakaaaaaa!

 

Mit neuem Talent und Wissen war ich nicht mehr zu bremsen.  Und alles begann zu steigen: die Anzahl der Mitarbeiter, die Zufriedenheit der Kunden, die Umsätze, das Einkommen.

 

Zuhause hingegen, wurde es zunehmend schwierig. Die Ehe ging in die Brüche. Beide Elternteile bemühten sich nach Kräften, ihre Differenzen nicht auf dem Rücken des Kindes auszufechten. Die Trennung verlief einvernehmlich. Aus finanziellen Gründen machte ich mich selbstständig. Das Finanzamt stuft einen alleinlebenden Familienvater nämlich gnadenlos als gutverdienenden Single in der Steuerklasse hoch, selbst wenn dieser einen ordentlichen Unterhalt an Mutter und Kind zahlt.

 

In den Räumlichkeiten, die kurz zuvor noch der Direktion des Versicherungsunternehmens gedient hatten, gründete sich eine Unternehmeragentur, an deren Aufbau ich mich beteiligte. Diese Rechnung ging auf und die Geschäfte liefen glänzend. Allerdings ging mein Interesse an der Beratung von Versicherungskunden und dem Verkauf von Verträgen nach und nach verloren.

 

Viel lieber beschäftigte ich mich mit Trainings über Verkaufs- und Beratungskommunikation. Diese Tätigkeiten dehnten sich rasch auf andere Branchen aus. Mein erster großer Kunde war ein Softwareunternehmen. Mit einem Bein stand ich in der Versicherungswirtschaft und bekam Aufträge aus diesem Umfeld. So beriet und begleitete ich zum Beispiel einmal eine gesetzliche Krankenkasse sehr erfolgreich dabei, den Zugang zum Markt der privaten Versicherungsvermittler zu erschließen. 

 

Ein Wohnungswirtschaftsunternehmen, in dem angenommen wurde, dass seine Probleme bei der freien Vermietung einstiger Sozialwohnungen durch einen Vertriebsspezialisten gelöst werden könnte, stellte sich als Hort des Mobbings heraus. Eines Tages geriet ich zwischen die Fronten von Technik und kaufmännischer Verwaltung. Die Führungskraft, der ich berichtete, setzte mich ungeheuer unter Druck, stritt herum und gab mir die Schuld. Schließlich blieb ich auf meiner Rechnung sitzen. Diese intensiven Wochen waren ein Vorgeschmack auf Burnout. Ich warf hin und arbeitete das Erlebnis in einer 4wöchigen Kur therapeutisch auf.

Der letzte Exklusivvertrag aus der Versicherungsbranche führte mich in die Freiburger Filiale eines Spezialversicherers aus der Schweiz. Man benötigte meine Unterstützung dabei, den in dieser Region über Jahre verloren gegangenen Kontakt zu den Intermediären zurückzugewinnen. Das sind Vermittler, die ohne dazu eine Vertragspflicht gegenüber den Versicherern zu haben, ihren Kunden den Abschluss bestimmter Verträge vermitteln. Diese Berater sollten erstmals oder wieder Vertrauen in das Unternehmen fassen und von den Besonderheiten seiner Angebote überzeugt werden.

Tschakaaaaaa!

Es sollten sechs sehr erfolgreiche Jahre werden. Innerhalb der ersten 3 Jahre verzehnfachten sich die bisherigen Umsätze meines Auftraggebers in dem mir zugeteilten Bereich. Mein Anteil daran war, dass ich Kontakt zu den Vermittlern suchte, mich über Probleme informierte und half, Lösungen zu finden. Abwechselnd beriet ich die Versicherungs- und Finanzmaklerbüros in bestimmten anspruchsvollen Aufgabenstellungen oder organisierte und hielt Workshops zu verschiedenen Themen  und Produkten.

Tschakaaaaaa!

 

#Wahrnehmung

Ahnungslos, geriet ich in eine länger andauernde Situation des Burnouts. Ich selbst empfand es eher harmlos bis maximal ärgerlich. Ich hatte lediglich das Gefühl, "ein bisschen unter Stress" zu stehen. Äußere Einflüsse und hausgemachte Probleme, brachte der Branche schwere Zeiten. Verantwortliche zogen späte oder keine Konsequenzen. Einige brachten sich lieber selbst in Sicherheit. Vieles wurde verheimlicht oder "entdramatisiert". Stattdessen gab es Gerüchte, Gerede und hitzige Debatten. Vertrauen zerbrach allerorten. Klar war: Wenn es so käme, wie befürchtet , würden Unternehmen drastisch Personal reduzieren. Das trat ein. Auftretende Schwierigkeiten in meinem Bereich wusste ich zunächst mit Fleiß "locker ausgleichen". 

Tschakaaaaaa!

Ich war überzeugt davon, dass ich genau der Richtige für solche Situationen war. Aber klar! Die leichten Aufgaben, sollten doch all die anderen erledigen!

Tschakaaaaa!

Erst wenn es richtig schwierig würde, wäre es für mich eine Herausforderung und eine prima Rechtfertigung für das viele Geld, das man mir zahlte.

Tschakaaa!

Aus den Knüppeln, die sie zwischen die Beine warfen, wollte ich etwas Schönes basteln und zur Belustigung der Umherstehenden damit Jonglieren.

Tschaka.

 

#Wirklichkeit

Die Wirklichkeit blendete ich einfach aus. Ich war im "Kampfmodus". Und der machte alles nur noch problematischer. Immer häufiger gab es Unmut und Streit. So erging es auch anderen. Machtkämpfe entbrannten. Streit um die besten Plätze auf dem Sonnendeck eines untergehenden Schiffes. Die Rettungsboote waren längst fort. Unternehmen trennten sich von Angestellten und Externen gleichermaßen. Kein Versuch blieb aus, dabei Geld zu sparen. Für viele Kollegen und für mich entbrannte ein Jahre andauernder juristischer Kampf um fünf- und sechsstellige Beträge. Zuviel Geld, um diesen Fight nicht aufzunehmen, dachte ich. Außerdem ging es ja auch um Recht und Unrecht, Wahrheit oder Lüge. Gut gegen Böse. David gegen Goliath. Am Anfang hielt ich mich für unbesiegbar. Für mich stand fest: Ich war bei den Guten, ich kannte die Wahrheit und ich war definitiv im Recht. Als also suchte mir den besten und teuersten Anwalt und zog in die Schlacht. Auch von dieser Wirklichkeit gab es noch eine andere Ausgabe.

Tschak!

 

Denn, anders als erwartet, gab es kein einziges klingendes Scharmützel. Keine rumreichen Schlachten und keine glorreiche Siege. Was tatsächlich eintrat, war das exakte Gegenteil. Nichts.

Und war ein zermürbendes, langanhaltendes Nichts.

Lange geschah sogar überhaupt nichts.

 

Die meiste Zeit verbrachte ich mit Warten.

Warten auf einen Brief vom Anwalt. Warten auf eine Antwort der Gegenseite. Warten auf den Ablauf einer Frist, auf ein Schreiben des Gerichts. Warten auf das Ende von Ferien. Warten auf das Vorübergehen von Feiertagen, den Wechsel der Jahreszeiten und schließlich den Jahreswechseln selbst.

Manchmal wartete ich bloß auf die Änderung von Umständen, die einer Einigung auf einen neuen Termin im Wege standen. Dann wartete ich auf Protokolle, auf Einlassungen und auf die Beendigung eines weiteren Geschachers um Termine, Fristen und so weiter und so fort.

Tscha…!

Unternehmer unternehmen etwas, während Sie auf ihren Erfolg warten. Das hatte ich einmal von einem bekannten Erfolgs- und Motivationstrainer erfahren. Daher galt es nun, die Zeit zu nutzen und mich und meine Dienstleistungen einfach ein weiteres Mal "neu zu erfinden", anzupreisen und zu verkaufen.

Kleinigkeit.

Quasi Routine für mich.

Das bedeutete bloß, eine neue Agenda abzuarbeiten.

Immerhin eine Agenda, bei deren Erstellung mir kein anderer hineinredete.

Alles andere war - wie immer - reine Fleißarbeit.

Tsch!

 

Da zwang meine Mutter mir eine Pause auf, weil ihre Lungenerkrankung schlimmer wurde.  Ich reiste zu ihr ins 500 Kilometer entfernte Solingen. Als sie ins Krankenhaus kam, glaubte ich noch, mich nun um einen stationären Pflegeplatz kümmern zu müssen.

Eine Aufgabe mehr.

Kein Problem für einen Manager.

Stattdessen wurde jedoch sehr schnell deutlich, dass dies nicht mehr nötig werden würde. Noch während ich mich um einen Hospizplatz bemühte, verstarb sie im Krankenhaus. Dann arbeitete ich alles ab, was es nach einem Sterbefall eben abzuarbeiten galt: Die Formalitäten mit Behörden, Versicherung, Bank und so weiter. Die Organisation der gewünschten Bestattung auf See, inklusive Trauerfeier an der Nordsee, Anmietung der Unterkunft für die Trauergäste. Auflösung des Haushaltes, Räumung der Mietwohnung nebst Abrechnung und Übergabe. Es gab viel Lob für mein Engagement und alle waren zufrieden.

T...!

Wieder zuhause, fehlte mir plötzlich jeder Antrieb. Ich bekam ein schlechtes Gewissen und ich zwang mich zu arbeiten. Doch entweder gelang mir nicht, was ich anpackte, oder konnte es nicht vollenden. Ich trat auf der Stelle, versuchte mit Händen und Füßen vergeblich vom Fleck zu kommen. Dabei grub ich mich immer tiefer ein. Schließlich verließen mich meine Kräfte. Ich saß buchstäblich in einem Loch und kam nicht mehr aus eigener Kraft heraus. Ich hatte jede Lebensenergie verloren.

 

Es gelang mir gerade noch, um Hilfe zu bitten.

#Neubeginn

Ich wurde erfolgreich behandelt und wurde wieder völlig gesund. Dazu war ich 18 Monate lang arbeitsunfähig, bezog Krankengeld und löste nach und nach sämtliche Reserven auf. Ein neues Leben und ein neues Lebensgefühl entstanden.

 

Beides würde ich nicht mehr gegen etwas eintauschen. Heute betrachte ich alles,  was mir vor und während meiner Therapie begegnete, als eine Art „Mysterien-Schule des Lebens.“ Das macht mich dankbar aber auch extrem neu-gierig.

Meine Kenntnisse über Kommunikation verbinde ich nun mit weiteren mentalen Methoden. Ich erforsche die Voraussetzungen für seelische Stabilität und Resilienz. Zusammen gerät dies zu einem intensiven Prozess der Selbstfindung. Alte wie neue Erfahrungen, Werkzeuge, Informationen und Übungen sind durch universelle Werte mit einander verknüpft und besitzen für mich eine völlig neue Tiefe und Wirksamkeit.

Schon deshalb bin ich froh, dass alles so gekommen ist. Denn ich habe buchstäblich mein Glück gefunden. Lebensglück. Jenes Glück, welches anders als das "Lottoglück" nicht vom Geld abhängt und anders als "Liebesglück" nicht von anderen Menschen. Es wird ausschließlich von mir selbst erschaffen und beeinflusst.

 

Ganz ohne Tschakaa!

Nun berate und coache ich Menschen in verschieden Berufen und Positionen zu Themen der Kommunikation, Selbstorganisation, ihrer beruflichen und persönlichen Lebensplanung sowie der mentalen Vorbereitung oder Verarbeitung  besonderer Ereignisse. 

Glück

Wem ich unendlich dankbar bin - My deepest gratitude

Ich bin einigen Menschen unendlich dankbar. Allen voran meiner Lebensgefährtin Martina und meiner Tochter, ohne die ich nicht mehr da wäre. Aber auch meinen Eltern, die mir das alles eingebrockt haben und ohne die ich nicht zu dem herangereift wäre was ich heute bin. Besonders dankbar bin ich auch einigen Lehrern, die an mir gearbeitet haben, wie die Edelsteinschleifer. Vier von ihnen möchte ich hier ganz besonders erwähnen:

  • Robert Linz - Mein lieber und rätselhafter Schauspiellehrer und Regisseur, den ich oft nicht verstand und der am Ende immer Recht hatte. Ich wollte noch so viel von ihm lernen und seinen Tod habe ich nie begriffen. Ich vermisse Robert  sehr und gleich im nächsten Absatz wird noch die Rede von ihm sein.

  • Uwe M. Riebling - Mein erster Coach und geschätztester Kollege. Der beste, weil emotional einfühlsamste, Organisations- und Personalentwickler, den die Welt zu bieten hat. Ein Mensch mit Herz und Gelassenheit. Das schreibe ich hier nicht nur, weil wir seit mehr als 25 Jahren gute Freunde sind. Hier geht´s zu Uwes aktueller Website: www.Gelassenheitstraining.com. Ein ganz Großer für die ganz großen Player der Wirtschaft. Gebt Eure Budgets komplett bei ihm aus. Es lohnt sich tausendfach!

  • Anke Wustmann - Meine liebste Therapeutin, die mich mit einer Engelsgeduld durch dunkle Zeiten manövriert hat. Sie leistet mir heute wichtige Supervision. Und sie ist jene, die mich mit unserem spirituellen Lehrer zusammen brachte:

  • Otto Richter - Thank You so much, Otto, for all your love, your light and your infinite goodness. I am so glad that we met. Thanks, Anke. Otto muss man lieben, wenn man ihm begegnet ist. Bücherlesen ist das eine, wahre Begegnungen etwas ganz anderes. Hier geht es zu Ottos Website: www.humanholographics.de. Verpasst es nicht, ihn kennen zu lernen!

Weinberg des Grauens

Die Wahnsinnlichkeit  des Schauspiels


Meine Teilnahme am Schauspielkurs "Intensiv" des Freiburger Schauspiellehrers und Regisseurs, Robert Linz, im Jahr 2008 war der Beginn zweier wunderbarer Freundschaften. Und zwar zu dem wunderbaren Menschen und großartigen Schauspieler, der leider viel zu früh verstarb, und zum Schauspiel an sich. Meine Ausbildung durch Robert geriet intensiver als geplant. Sie erstreckte sie sich über 4 Jahre. Zwischen 2010 - 2012 war ich Ensemblemitglied in "Wahnsinnlichkeit" mit, einem Episodenstück, welches in Tempo und Intensität einer Achterbahnfahrt glich. Robert inszenierte es mit wechselnder Besetzung und setzte mich in verschiedenen Rollen ein.

 

Mein Erwachen als Darsteller betrachte ich heute als den Beginn meiner spirituellen Menschwerdung. Man kann über diesen Weg tatsächlich zu sich selber finden. Aber das sollte noch eine Weile in Anspruch nehmen. Als Dichter Reimund Vers begann in dieser Zeit eine Prosa-Phase und die ersten Dialoge und Ideen zu Theaterstücken entstanden. Ab 2016 inszenierte ich mit dem Regisseur David Köhne das erste komplette Theaterstück aus der eigenen Feder. Der "Weinberg des Grauens" wurde 2017 in Staufen uraufgeführt. Weitere Ideen liegen in den berühmten Schubladen...

Essen und Trinken

Lebensmittel von guter Qualität, die nicht quer durch das Land oder um den halben Globus transportiert wurden, sind mir wichtig. Also am besten regional. Zeit und Lust zur Zubereitung sind, neben Zutaten frischer Kräuter und edler Gewürze, auch wesentlich. Das Wichtigste ist LIEBE. Gut schmeckt, was mit Liebe zubereitet wurde. Überall dort, wo ich zum ersten Mal hinreise, bin ich primär neugierig aufs Essen und die besondere Zubereitung. Ich probiere fast alles. Das hat natürlich Grenzen. (Wo Hunde, Katzen und Affenhirne gegessen werden, fahre ich einfach nicht hin.) Ich lasse mich gerne bekochen und koche auch selbst. Dann bin ich meist vom Probieren satt. Ich bin kein Vegetarier, aber Fleisch spielt in meinem Leben keine große Rolle mehr. Es gibt viele leckere Sachen, die man verpasst, wenn man immer Fleisch essen will. Außerdem schadet es nicht, einen hohen Qualitätsanspruch zu haben. Das reduziert das Angebot von ganz alleine. Gemeinsam Kochen, gemeinsam Essen und Genießen war schon immer schön. Und zwar bereits vor Erfindung der Multimedia-Laber-Kocherei mit prominenten Gästen.

Rotwein

Die Auswahl der Getränke erfolgt bei ebenfalls undogmatisch. Allerdings haben mir meine Eltern früher das Trinken von Kola verboten. Obwohl ich mich heute nicht generell an Verbote aus der Kindheit gebunden fühle, sind mir alle Limonaden und andere stark gezuckerte Flüssigkeiten zuwider. Ich bin gerne für Bier oder Wein, wobei ich auch dabei auf auf weite Transportwege verzichten möchte. Regional also. Und schon ist die Lust am Probieren wieder da!

Aber: Auch bei Bieren und Weinen gibt es Hunde und Katzen...

Leser, die bis hier vorgedrungen sind, haben längst festgestellt, dass ich als Autor einen ausgeprägten Hang zur Satire habe. Den nächsten Satz meine ich jedoch genauso, wie er dort zu lesen ist, ganz ohne jede Ironie und ich füge ihn sozusagen als Update an dieser Stelle ein:

Im Laufe meiner spirituellen Entwicklung empfand ich die Wirkung von Alkohol zunehmend als störend. Intuitiv reduzierte sich mein Konsum. Seit längerer Zeit fehlt mir dazu jedes Bedürfnis und ich verzichte gänzlich.